Das ist bei Kindern normal und kein grundsätzliches Ausschlusskriterium, sondern eine Frage der gelebten Konsequenz im Alltag.
Jeder hat mal einen schweren Tag und ist nicht immer motiviert. Daher brauchen viele Kinder am Anfang keine weitere „Option“, sondern eine klare Struktur von außen. Entwicklung entsteht nicht durch tägliches Neu-Entscheiden, sondern durch Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit außerhalb der Komfortzone.
Kung-Fu funktioniert nur dann wirklich, wenn es nicht jedes Mal zur Diskussion steht, ob man trainiert oder nicht. So wie Schulbildung oder andere feste Termine ist es ein stabiler Bestandteil der Woche.
Unsere Aufgabe ist es, die Kinder im Training zu führen, zu strukturieren und stetig weiterzuentwickeln. Die Aufgabe der Eltern ist es, diesen Rahmen konsequent zu ermöglichen.
Wenn diese Verbindlichkeit gegeben ist, entwickeln Kinder erfahrungsgemäß sehr schnell Konzentration, Disziplin und Selbstvertrauen – deutlich schneller, als man es im Alltag erwarten würde.
Ohne diese Regelmäßigkeit bleibt jedes Training nur ein gelegentlicher Impuls und verliert seine eigentliche Wirkung.